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Hörenswerte Erinnerungen
DAS MAGAZIN VON NEUROTH

Hörenswerte Erinnerungen

09.09.2018

Sich gegenseitig alte Geschichten erzählen, auf schöne Momente zurückblicken und gemeinsam in Erinnerungen schwelgen – warum dabei auch unser Gehör eine wichtige Rolle spielt und inwieweit Erinnerungen Kraft geben.

Es gibt Dinge und Momente im Leben, an die man immer wieder gerne zurückdenkt. Wenn im Radio eine schöne Melodie aus der eigenen Jugend erklingt. Wenn im Hintergrund eine vertraute Stimme spricht und man das Gefühl hat, sie seit Ewigkeiten zu kennen. Oder wenn man bei einem Spaziergang dem Lachen der Kinder auf dem Spielplatz lauscht und das Erinnerungen weckt. Raus aus dem Jetzt, rein in frühere Zeiten.

Meistens sind es bestimmte Töne, Geräusche oder Klänge in unserem Alltag, die besondere Erinnerungen und nostalgische Gefühle in uns auslösen. „Wir nehmen unzählige Eindrücke über verschiedene Sinneskanäle auf und speichern sie ab. Gerüche und akustische Reize können besonders starke Erinnerungen hervorrufen“, sagt Dr. Marie-Luise Hermann, Psychologin und Psychotherapeutin in Zürich.

Gut für das Wohlbefinden

Erinnerungen können eine wichtige Kraftquelle für unser Leben sein und sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken – vor allem im Alter. So zeigt etwa eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Queensland in Australien mit Teilnehmern zwischen 65 und 90 Jahren, dass schöne Erinnerungen das Immunsystem verbessern.

Noch schöner werden Erinnerungen, wenn man sie mit Familie und Freunden teilen kann. „Die Spannung des Erzählens, Zuhörens und Verstehens belebt bei allen Beteiligten das Nach- und Miterleben der Gefühle“, erklärt die Psychologin. Und nicht umsonst lautet eine alte japanische Weisheit: „Gute Erinnerungen tragen unser Leben.“

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